Hüttenübernachtungen gehören zum Weitwandern dazu. Weil es aber viele neue Weitwanderer gibt, die mit den Sitten und Gebräuchen auf Berghütten nicht so vertraut sind, fragten wir nach: Wie streng oder locker wird die „Hüttenordnung“ heute noch gehandhabt? Ulrike und Erwin Fuchs, seit 30 Jahren Pächter der Naturfreunde-Hütte auf der Kaiblingalm in den Schladminger Tauern (Steiermark), verraten uns ihre wichtigsten – und zeitgemäßen – Regeln für Hüttenschläfer.

Ordnung halten in der Almhütte / Bild: istock / Feverpitched
ORDNUNG HALTEN
... ist auf dem oft engen Raum nötig. Sonst darf man sich beispielsweise auch nicht wundern, wenn nächtliche Toilettengänger über diverse Ausrüstungsteile stolpern. Apropos „nächtlicher Toilettengang“: Mit Stirnlampe kein Problem, wenn man nicht gerade anderen Schlafenden frontal ins Gesicht leuchtet.

Handy und Tablet beim Wandern / Bild: istock / AlexBrylov
HANDYS & TABLETS
... bleiben nach der Ankunft erst einmal eingepackt, persönliche Kommunikation kommt besser an. Die Frage nach Free-Wlan gilt noch nicht als ausreichend small getalkt.

Hüttenwirte / Bild: istock / Tuned_In
HÜTTENWIRTE
... freuen sich, wenn sie ihre Gäste auch wirklich bewirten dürfen. Selbstversorgung ist in der Natur, aber nicht bei Hüttenrast und -aufenthalt gefragt. Auch Hüttenpächter müssen schließlich die Möglichkeit haben, Kosten und Ausgaben zu decken.

Ausrüstung für den Berg / Bild: istock / artisteer
FÜR SCHUHE, KLEIDUNG UND RUCKSÄCKE
... sind in jeder Hütte Plätze vorgesehen. Seine Bergschuhe im Massenlager abzustellen, freut „Mitbewohner“ nicht besonders und zeugt nicht gerade von guter Kinderstube.

Wasserquelle am Berg / Bild: istock / cmfotoworks
WASSER
... ist im Gebirge ein kostbares Gut. Die Körperhygiene darf und soll deshalb auf ein akzeptables Minimum reduziert werden. Sich die Füße zu waschen gehört trotzdem zu diesem Mindestmaß dazu.

Ermäßigung Zimmer / Bild: istock / kaarsten
RESERVIERUNGEN
Wenn reservierte Schlafplätze doch nicht in Anspruch genommen werden können, einfach kurz anrufen. Es sind schon Sucheinsätze ausgelöst worden, weil Wanderer eine Reservierung einfach so verfallen ließen. Echte Unsitte: Auf „Verdacht“ in mehreren Hütten gleichzeitig reservieren.

Ermässigungen auf dem Berg / Bild: istock / monkeybusinessimages
DIE ERMÄSSIGUNGEN
... für Mitglieder von Alpinvereinen nur in Anspruch nehmen, wenn man wirklich Mitglied ist. Der Ausweis von Freunden oder Verwandten gilt nicht als Nachweis für die Vereinszugehörigkeit – nicht bös sein, wenn diese von den Hüttenbetreibern nicht anerkannt werden.

Geduld haben auf der Hütte / Bild: istock / lucato
GEDULD HABEN
Ist viel Betrieb auf der Hütte, dann ist auch einmal ein wenig Geduld gefragt. In den Bergen lässt sich der Personalstand nicht so einfach an den tagesaktuellen Bedarf anpassen wie im Tal. Man kann sicher sein: Pächter und Mitarbeiter geben ihr Bestes.

Mülltrennung am Berg / Bild: istock / ksushsh
MÜLLTRENNUNG
... und -vermeidung sollte für Naturliebhaber selbstverständlich sein. Schlaf- und Aufenthaltsräume so verlassen, wie man sie vorgefunden hat. Müll wird entweder ordentlich getrennt oder am besten selbst wieder mitgenommen.

Hüttenruhe auf dem Berg / Bild: istock / gpagomenos
DIE HÜTTENRUHE
... zwischen 22 und 6 Uhr gilt auch 2017. Schließlich wollen viele Wanderer früh aufbrechen. Für diese Frühaufbrecher gilt: Schon am Vorabend packen – es sei denn, man hat ein Einzelzimmer.

Ordnung halten in der Almhütte / Bild: istock / Feverpitched
ORDNUNG HALTEN
... ist auf dem oft engen Raum nötig. Sonst darf man sich beispielsweise auch nicht wundern, wenn nächtliche Toilettengänger über diverse Ausrüstungsteile stolpern. Apropos „nächtlicher Toilettengang“: Mit Stirnlampe kein Problem, wenn man nicht gerade anderen Schlafenden frontal ins Gesicht leuchtet.

Handy und Tablet beim Wandern / Bild: istock / AlexBrylov
HANDYS & TABLETS
... bleiben nach der Ankunft erst einmal eingepackt, persönliche Kommunikation kommt besser an. Die Frage nach Free-Wlan gilt noch nicht als ausreichend small getalkt.